TUMO Babenhausen
Arbeitstitel 

Projektidee nach einem Gespräch am 30.04.2026
zwischen Till Eckermann und Günter Blickhan 

E-Mail: TUMO@Xlink.Community

Diese Seite erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und 
dient lediglich als Inspiration für weitere Gespräche.

Bewertung: "TUMO-Franchise-System" und 
Möglichkeiten bzw. Alternative für Babenhausen

ENTWURF Version 260430

Vision TUMO-MINT-Mindset Babenhausen
mit oder ohne TUMO - eine grobe Vorabanalyse

1. Liste der TUMO-Zentren in Deutschland: Stand 30.04.2026

Aktuell öffentlich auffindbar auf TUMO Deutschland:

  1. TUMO Berlin – eröffnet 2020
  2. TUMO Mannheim – eröffnet 2024
  3. TUMO Hirschaid – eröffnet 2025
  4. TUMO Lüdenscheid – eröffnet 2025
  5. TUMO Essen | Ruhrgebiet – eröffnet 2025
  6. TUMO Saar / Saarbrücken – eröffnet 2025/2026
  7. TUMO Frankfurt – ab Frühjahr/April 2026 öffentlich gestartet bzw. im Aufbau/Anlauf 

Hannover ist wichtig, aber noch kein bestehendes Zentrum: 
Dort ist ein TUMO + MINT Zentrum Hannover für Frühjahr 2027 geplant. 
Im Anschluss an die IdeenExpo.de 2026

Das ist für Babenhausen strategisch spannend, weil dort TUMO ausdrücklich mit MINT-Strukturen kombiniert wird.

2. Was TUMO eigentlich ist

TUMO ist kein klassisches Schulprojekt, sondern ein außerschulisches Lernzentrum für 12- bis 18-Jährige. Kostenlos, freiwillig, nach der Schule, mit Selbstlernphasen, Workshops und Learning Labs. Themen sind u. a. Programmieren, Robotik, 3D-Modelling, Animation, Grafikdesign, Film, Fotografie, Musikproduktion, Zeichnen und Spieleentwicklung.

Der Kern: Jugendliche kommen regelmäßig, meist zweimal pro Woche für zwei Stunden, arbeiten an eigenen Lernpfaden und bauen ein digitales Portfolio auf.

3. Franchise-Logik: Was für Babenhausen möglich wäre

TUMO funktioniert als Franchise-System aus Armenien. Der Franchisegeber stellt Software, Lerninhalte, Schulung, Managementunterstützung, Standards und KPIs. Die KfW beschreibt ausdrücklich, dass ein Zentrum bei passender Träger- und Finanzierungsstruktur innerhalb etwa eines Jahres aufgebaut werden kann.

Für Babenhausen heißt das konkret:

Ein TUMO-Zentrum wäre grundsätzlich möglich, wenn es diese fünf Bausteine gibt:

  1. Projektträger
    Kommune, Stiftung, Unternehmen, gemeinnütziger Verein oder gGmbH.
  2. Finanzierung für mindestens fünf Jahre
    KfW nennt private Mittel, öffentliche Förderung, Spenden, Sponsoring und Stiftungsgelder. 
  3. Betreiberstruktur
    Nicht nur „Initiative“, sondern eine Organisation, die Personal, Betrieb, Kommunikation, Anmeldung, Qualität und Verantwortung trägt.
  4. IT-Service-Dienstleister
    TUMO ist digitaler Betrieb. Ohne saubere IT, Datenschutz, Support und Sicherheit ist das nicht tragfähig.
  5. Gebäude
    Mietobjekt oder Eigentum. Entscheidend sind Erreichbarkeit, sichere Nachmittagsnutzung, Technikräume, Workshopräume und Aufenthaltsqualität.

4. Rolle der KfW > TUMO – das innovative Lernkonzept

Die KfW ist nicht einfach „Geldgeber auf Zuruf“. 
Sie hat TUMO nach Deutschland gebracht, Berlin finanziert, 
begleitet weitere Interessenten beratend und unterstützt bei 
Finanzierung, Planung, Fundraising, Vertragsabschluss und Kommunikation mit TUMO Armenien.

Für Babenhausen wäre der richtige Einstieg daher nicht: „Wir wollen ein TUMO-Zentrum, bitte fördern.“

Sondern:

„Wir prüfen ein ländliches TUMO-Modell für Babenhausen als MINT-Leuchtturm im Landkreis Darmstadt-Dieburg. 
Wer muss Träger sein, welches Mindestformat ist sinnvoll, welche Finanzierung braucht es und welche Rolle kann die KfW realistisch übernehmen?“

Wie eröffnet man ein TUMO-Zentrum?

Flyer TUMO-Lernzentrum
 

5. Babenhausen: Einschätzung

Die Idee ist nicht abwegig. Im Gegenteil: Hirschaid ist der entscheidende Vergleich
weil dort TUMO ausdrücklich als Umsetzung im ländlichen Raum genannt wird. 
Die KfW hebt Hirschaid als erstes ländliches TUMO-Beispiel hervor.

Babenhausen hätte mehrere Pluspunkte:

  • Joachim-Schumann-Schule ist als MINT-freundliche Schule ausgewiesen. 
  • MINT-Südhessen existiert bereits als regionale Struktur. 
  • Im Landkreis Darmstadt-Dieburg gibt es bereits MINT-Zentren, u. a. Seeheim, Ober-Ramstadt und Münster. 
  • Babenhausen liegt strategisch zwischen Darmstadt, Aschaffenburg, Dieburg, Rodgau/Hanau und dem Rhein-Main-Raum.

Der kritische Punkt: Babenhausen allein ist vermutlich zu klein für ein vollwertiges TUMO-Zentrum nach Großstadtlogik. 
Tragfähig wird es nur als regionaler Standort, nicht als Schulprojekt einer einzelnen Schule.

6. Richtige Positionierung

Nicht:

„TUMO an der Joachim-Schumann-Schule.“

Besser:

TUMO Babenhausen – ländlicher MINT- und Kreativtechnologie-Standort für Darmstadt-Dieburg, 
getragen von Schule, Kommune, Wirtschaft und MINT-Südhessen.

Die Joachim-Schumann-Schule wäre dann Anker und Türöffner, aber nicht alleiniger Betreiber.

7. Realistisches Modell für Babenhausen

Der stärkste Ansatz wäre ein Pilot- und Konsortialmodell:

Phase 1: Sondierung

  • Gespräch mit Schulleitung Joachim-Schumann-Schule 
  • Kontakt zu MINT-Südhessen / IHK Darmstadt
  • Kontakt KfW TUMO-Team
  • Kontakt TUMO Deutschland
  • erste Prüfung: Vollzentrum, Satellit, TUMO-Box, Kooperationsformat?

Phase 2: Trägerkreis

  • Stadt Babenhausen
  • Landkreis Darmstadt-Dieburg
  • Joachim-Schumann-Schule
  • MINT-Südhessen
  • regionale Unternehmen / IGD
  • ggf. Stiftungspartner
  • ggf. Hochschule / TU Darmstadt / h_da als Fachpartner

Phase 3: Machbarkeitsprüfung

  • Einzugsgebiet
  • erreichbare Jugendliche
  • ÖPNV
  • Gebäude
  • Betriebskosten
  • Personal
  • 5-Jahres-Finanzierung
  • Datenschutz / IT / Sicherheit
  • Abgrenzung zu bestehenden MINT-Zentren

Phase 4: Entscheidung
Nur weitergehen, wenn die 5-Jahres-Finanzierung und Betreiberverantwortung belastbar sind. Ohne das wird es ein schönes Papierprojekt.

8. Harte Einschätzung

Ja, Babenhausen ist als TUMO-Standort grundsätzlich denkbar.

Aber nicht als lokale Imageidee. Nur als ernsthaft finanzierter regionaler Bildungs- und Wirtschaftsbaustein.

Der beste Hebel ist nicht „noch ein MINT-Angebot“, sondern:

Babenhausen als ländlicher TUMO-Pilot im Rhein-Main-Südhessen-Raum – 
mit Joachim-Schumann-Schule als schulischem Anker und 
MINT-Südhessen als regionalem Anschlussraum.

Das ist anschlussfähig an KfW, TUMO, Landkreis, Unternehmen und Schulen.
Aber es braucht früh eine klare Trägerfrage. Ohne Träger keine TUMO-Perspektive.
 

Das TUMO-Franchise-System

TUMO ist kein klassisches Franchise, das man einfach „kauft“.
Es ist ein kuratierter Lizenz-/Partnerschaftsaufbau
Ohne starken Träger + gesicherte Finanzierung kommt man nicht rein.

1. Ansprechpartner / Franchisegeber

International (entscheidend)

  • TUMO Center for Creative Technologies
    → sitzt in Eriwan (Armenien)
    einziger Lizenzgeber weltweit
    → entscheidet final über jeden Standort

Deutschland (operativer Einstieg)

  • TUMO Deutschland
    → koordiniert Standorte in Deutschland
    → erster Ansprechpartner für neue Projekte
    → prüft Ernsthaftigkeit, Trägerstruktur, Finanzierung

Strategischer Partner

  • KfW
    → hat TUMO nach Deutschland gebracht
    → unterstützt bei:
    • Aufbau
    • Finanzierungskonzept
    • Netzwerk
    • politischer Einbindung
      kein Standard-Fördertopf, sondern projektbezogene Begleitung

2. Konditionen – realistisch, nicht geschönt

Es gibt keine öffentlich fixierte „Preisliste“.
Aber aus bestehenden Projekten und KfW-Angaben lässt sich das sauber einordnen:

Invest & Betrieb

  • Initialinvest: ca. 5–10 Mio. € (je nach Größe/Gebäude)
  • laufende Kosten: 1–2 Mio. € pro Jahr
  • Mindesthorizont: 5 Jahre Finanzierung gesichert

Alles darunter → nicht ernsthaft TUMO.

Lizenz / Franchise

  • Lizenzvertrag mit TUMO Armenien
  • beinhaltet:
    • Lernplattform
    • Inhalte (Curricula)
    • Software
    • Trainings für Coaches
    • Qualitätskontrolle
  • Gegenleistung:
    • Lizenzgebühren (nicht öffentlich, aber vorhanden)
    • strikte Einhaltung des Modells

Personalstruktur (typisch)

  • Center Manager
  • Lerncoaches
  • Workshop-Leiter (externe Experten)
  • IT/Operations

Betriebskonzept

  • für Jugendliche kostenlos
  • Finanzierung über:
    • öffentliche Mittel
    • Unternehmen
    • Stiftungen
    • Sponsoring

→ Das ist der Knackpunkt:
Man braucht Geld ohne direkten Return.

3. Was TUMO NICHT ist (wichtig für die Entscheidung)

  • kein Bildungs-Franchise wie Nachhilfe
  • kein Lizenzmodell für Einzelunternehmer
  • kein „wir probieren mal klein“

Wer als Einzelperson ohne Träger auftritt → wird abgelehnt.

4. Bewerbungsprozess (realistisch)

Schritt 1 – Sondierung

Kontaktaufnahme mit:

  • TUMO Deutschland
  • optional parallel KfW

Inhalt:

  • Standortidee (z. B. Babenhausen)
  • Zielgruppe / Einzugsgebiet
  • erste Trägeridee

Schritt 2 – Qualifizierung

Wenn ernsthaft:

Franchisenehmer muss liefern:

  • Trägerstruktur (wer betreibt das?)
  • Finanzierung (mind. 5 Jahre)
  • Gebäudeoption
  • regionale Partner (Schulen, Unternehmen, Politik)

Schritt 3 – Konzeptphase

Gemeinsam mit:

  • TUMO Deutschland
  • ggf. KfW

Erarbeitung:

  • Größe des Zentrums
  • Kapazität (meist 1.000–1.500 Jugendliche)
  • Betriebskonzept
  • IT/Setup
  • Zeitplan

Schritt 4 – Entscheidung Armenien

Finale Freigabe durch:

  • TUMO HQ Armenien

Ohne diese → kein Zentrum.

Schritt 5 – Umsetzung

  • Vertragsabschluss
  • Bau / Umbau
  • Recruiting
  • Training
  • Soft Opening

Zeithorizont: 12–24 Monate

5. Konkrete Bewertung für Babenhausen

Klartext: Allein  → keine Chance.

Was funktionieren könnte: mögliches Szenario

Positionierung als:

  • Initiator
  • Moderator
  • Strukturgeber

Aber:

Träger muss sein:

  • Landkreis Darmstadt-Dieburg
    oder
  • Stiftung / öffentlich-private Partnerschaft

Der Hebel (stark, wenn sauber gespielt)

Mögliche Initiatoren:

  • Joachim-Schumann-Schule (MINT)
  • MINT-Südhessen
  • IGD / Unternehmen
  • Xlink als Dialogarchitektur

Das ist gut. Aber:

Das ist nur Phase 1 (Sondierung), nicht Umsetzung.

6. Harte Entscheidung

Wenn wir das ernst meinen >  Gespräch anstoßen.

Konkret:

Brainstorming mit Joachim Schumann Schule (Hauptinitiator) und 
Landkreis (Landrat und Wirtschaftsförderung) und MINT-Südhessen (IHK)

Danach Erstkontakt mit TUMO Deutschland

TUMO Hirschaid als Schablone für Babenhausen? 

Nach dieser realistischen Einordnung von TUMO, ist die Frage, wie es Hirschaid geschafft hat, 
als Kleinstadt wie Babenhausen ein solches Zentrum zu stemmen. 
Wie könnte Hirschaid als Vorlage für Babenhausen genutzt werden?

1. Realität Hirschaid – warum es dort funktioniert

Hirschaid ist kein „kleines Dorf, das es irgendwie geschafft hat“.
Es ist ein gezielt gebauter Sonderfall.

Der entscheidende Faktor:

Ein starker Ankerfinanzierer + klarer politischer Wille + regionale Einbettung

Konkret:

  • TUMO Hirschaid wurde maßgeblich durch die
    Schuh Group (eCommerce/Logistik-Unternehmen aus der Region) getragen.
  • Das Projekt ist Teil einer regionalen Transformationsstrategie (Fachkräfte, Digitalisierung).
  • Die Kommune hat mitgezogen, nicht geführt.
  • Es wurde nicht als Schulprojekt gedacht, sondern als eigenständiger Bildungsstandort.

Das ist der Unterschied.

2. Der eigentliche Hebel in Hirschaid

Nicht „MINT“, nicht „Jugendförderung“.

Sondern:

Fachkräftesicherung + Standortentwicklung

Das macht es für Geldgeber attraktiv.

3. Übertragbarkeit auf Babenhausen – ehrlich bewertet

Babenhausen hat aktuell:

Plus:

  • MINT-Schule (Joachim-Schumann)
  • MINT-Südhessen
  • Rhein-Main-Nähe
  • Unternehmensnetzwerke (IGD etc.)

Minus:

  • kein klarer Ankerfinanzierer
  • kein sichtbares politisches Leuchtturmprojekt
  • kein gemeinsames Narrativ „Warum hier?“

Heißt:

Ohne „Schuh Group“-Äquivalent → kein Hirschaid-Modell

4. Was wir aus Hirschaid konkret übernehmen könnten

Nicht das Zentrum.
Sondern die Logik dahinter.

1. Ein Projekt – nicht zehn Ideen

Hirschaid hat nicht diskutiert.
Sie haben gesagt:

„Wir bauen DAS.“

Für Babenhausen heißt das:

Kein

  • „MINT erweitern“
  • „Jugend fördern“
  • „Netzwerk stärken“

Sondern:

„TUMO Babenhausen als regionaler Fachkräfte-Hub für Südhessen“

2. Ein klarer Geldgeber-Kreis

Wir brauchen kein einzelnes Unternehmen wie Schuh.
Aber wir brauchen:

  • 3–5 Unternehmen
  • die jeweils substanziell reingehen (nicht Sponsoring-Spielgeld)

Realistisch:

  • Industrie
  • IT / Datentechnik
  • Mittelstand aus Darmstadt-Dieburg

3. Politische Verankerung

Hirschaid hatte:

  • Bürgermeister + Kommune als Mitträger

Für Babenhausen:

  • Stadt allein reicht nicht
  • Landkreis muss rein

4. Eigener Standort (kein Schulgebäude)

Das ist kritisch.

TUMO funktioniert nicht als:

  • „Raum in der Schule“
  • „Nachmittagsangebot“

Sondern als:

  • eigener Ort mit Identität

5. Was wir konkret anders machen müssen als Hirschaid

Hirschaid = ein starker Player
Babenhausen = mehrere mittlere Player

Also:

Wir müssen orchestrieren. Nicht finanzieren.

6. Konkreter Übertragungsplan

Schritt 1 – Narrativ festziehen

Nicht: „Wir wollen TUMO“

Sondern: „Wir bauen den ersten ländlichen MINT-Zukunftsort für Südhessen“

TUMO ist dann: → Mittel zum Zweck

Schritt 2 – 5 Schlüsselakteure an einen Tisch

Minimum:

  • Landkreis Darmstadt-Dieburg
  • Stadt Babenhausen
  • Joachim-Schumann-Schule
  • MINT-Südhessen
  • 2–3 Unternehmen

Wenn wir die nicht zusammen bekommen → Projekt stoppen.

Schritt 3 – Vorprojekt (entscheidend)

Kein TUMO.
Sondern:

Pilotbetrieb 6–12 Monate

Ziel:

  • Nachfrage beweisen
  • Struktur testen
  • Partner binden

Schritt 4 – erst dann TUMO

Wenn diese drei Dinge stehen:

  • stabile Teilnehmerzahl
  • funktionierender Betrieb
  • gesicherte Finanzierungsperspektive

Dann:

→ TUMO Deutschland ansprechen
→ KfW einbinden

7. Klare Bewertung

Hirschaid ist kein Zufall.
Es ist ein durchfinanziertes, strategisches Projekt.

Für Babenhausen gilt:

Ja, übertragbar – aber nur, wenn wir das Projekt von Anfang an als Wirtschafts- und Standortprojekt denken.

Nicht als Bildungsprojekt.

8. Entscheidungspunkt

Wir haben jetzt zwei Wege:

Weg A (typisch, funktioniert nicht)

  • Gespräche
  • Ideen
  • Workshops
  • keine Finanzierung

→ endet nach 6–12 Monaten

Weg B (funktioniert)

  • kleiner, harter Kern an Entscheidern
  • klares Ziel
  • Pilotbetrieb
  • dann Skalierung

TUMO Babenhausen?

MINT-Zukunftsort für den Landkreis Darmstadt-Dieburg

1. Ausgangslage

  • Fachkräfte fehlen – besonders in MINT und Datentechnik
  • Jugendliche haben Interesse, aber keinen strukturierten Zugang
  • Bestehende Angebote (Schule, MINT-Zentren) sind fragmentiert

Folge: Potenzial geht verloren – für Unternehmen und Region.

2. Ziel

Aufbau eines außerschulischen Lern- und Entwicklungsorts für Jugendliche (12–18 Jahre):

Praxis. Technik. Eigenverantwortung.

Langfristige Option: Anbindung an das internationale TUMO-Modell.

3. Warum Babenhausen

Babenhausen

  • MINT-freundliche Joachim-Schumann-Schule als Anker
  • Anschluss an MINT-Südhessen
  • Nähe zu Darmstadt / Rhein-Main
  • Einzugsgebiet: Landkreis Darmstadt-Dieburg + angrenzende Regionen

4. Vorgehen (realistisch)

Phase 1 – Pilot (6–12 Monate)

Kein TUMO.
Sondern:

  • 20–50 Jugendliche
  • 2 feste Nachmittage pro Woche
  • Themen:
    • Programmieren
    • 3D / Design
    • Robotik
    • Medien

Ziel:

  • Nachfrage belegen
  • Struktur testen
  • Partner binden

Phase 2 – Skalierung

Bei erfolgreichem Pilot:

  • Ausbau auf 100+ Teilnehmer
  • eigener Standort
  • stabile Trägerstruktur

Phase 3 – Option TUMO

Erst dann:

  • Kontakt zu TUMO Deutschland
  • Prüfung eines offiziellen Standorts
  • Einbindung KfW

5. Trägerstruktur (erforderlich)

Ohne das → Projekt stoppen.

  • Landkreis Darmstadt-Dieburg
  • Stadt Babenhausen
  • 2–3 Unternehmen (substanziell beteiligt)
  • Bildungspartner (Schule / Netzwerk)

6. Nutzen für Beteiligte

Unternehmen

  • frühzeitiger Zugang zu Talenten
  • reale Nachwuchsentwicklung
  • Standortattraktivität

Landkreis / Stadt

  • sichtbares Zukunftsprojekt
  • Fachkräftesicherung
  • Bildungsprofil stärken

Schule

  • Ergänzung, keine Überlastung
  • Praxisbezug
  • Motivation der Schüler

7. Aufwand (ehrlich)

Pilotphase:

  • Raum (bestehend nutzbar)
  • 1 Koordinator (Teilzeit)
  • 2–3 Fachkräfte / Coaches
  • Budget: überschaubar, aber verbindlich

8. Entscheidungsfrage

Gibt es im Landkreis 3–5 Akteure, die bereit sind, dieses Projekt gemeinsam für 12 Monate verbindlich zu tragen?

Wenn ja → Pilot starten
Wenn nein → Projekt beenden

MINT-Mindset Babenhausen

Integriertes Modell statt neues System

Einfach starten. Gemeinsam umsetzen.

1. Worum es geht

Die Joachim-Schumann-Schule öffnet einen klaren Raum:

Schüler:innen und Unternehmen arbeiten gemeinsam an echten Themen.

Kein neues System.
Kein Zusatzprogramm.
Sondern:

Praxis + Austausch + Orientierung.

2. Für wen das ist

  • Schüler:innen (Klasse 5–10)
  • Mitarbeitende aus Unternehmen
  • Ehemalige der Schule
  • MINT-Akteure aus der Region

3. Wer beteiligt ist

Schule (Startpunkt)

  • stellt Räume
  • organisiert Termine
  • bringt Schüler:innen zusammen

MINT-Südhessen

  • verbindet zu bestehenden Angeboten
  • bringt Erfahrung und Kontakte

Unternehmen / IGD

  • geben Einblick in Praxis
  • stellen einfache Aufgaben
  • bringen Mitarbeitende ein

Stadt & Landkreis

  • unterstützen organisatorisch
  • helfen bei Grundfinanzierung

IdeenExpo

  • liefert Ideen für Formate
  • sorgt für Inspiration und Sichtbarkeit

Xlink

  • hält den Rahmen klar
  • sorgt für Struktur und Abstimmung

4. Wie es konkret läuft

Keine Theorie. Drei einfache Formate.

1. MINT-Werkstatt (Kern)

  • 1x pro Woche, 2 Stunden
  • 10–25 Schüler:innen
  • 1–2 Personen aus Unternehmen dabei

Ablauf:

  1. kurze Einführung
  2. kleine Aufgabe aus der Praxis
  3. gemeinsam ausprobieren
  4. Ergebnisse zeigen

Beispiele:

  • einfache Daten auswerten
  • kleine Automatisierung
  • verstehen, wie KI im Alltag hilft

2. GenerationenDialog

  • 1x im Monat
  • Schüler:innen + Ehemalige + Unternehmen

Inhalt:

  • echte Wege nach der Schule
  • was funktioniert hat – und was nicht
  • Fragen ohne Bewertung

3. Offene MINT-Tage

  • 2–3x pro Jahr
  • Mitmachen statt Zuschauen

Inhalte:

  • kleine Projekte zeigen
  • Dinge ausprobieren
  • Austausch mit Eltern und Unternehmen

5. Was NICHT passiert

  • kein zusätzlicher Schulstress
  • keine komplizierten Programme
  • keine Konkurrenz zu bestehenden Angeboten

6. Aufwand (ehrlich)

Schule

  • 1 fester Termin pro Woche
  • 1 verantwortliche Person

Unternehmen

  • 1–2 Stunden pro Monat
  • einfache Praxisbeispiele

Organisation

  • 1 Koordinator (Teilzeit)

7. Kosten (Pilot)

Überschaubar, wenn verteilt:

  • Koordination
  • kleine Materialien
  • Organisation

→ gemeinsam getragen durch:

  • Stadt / Landkreis
  • Unternehmen
  • bestehende Programme

8. Wann es funktioniert

Wenn:

  • Termine regelmäßig stattfinden
  • Unternehmen wirklich teilnehmen
  • Schüler:innen aktiv mitmachen

9. Wann es nicht funktioniert

Wenn:

  • nur geplant, aber nicht gemacht wird
  • Beteiligte abspringen
  • alles zu kompliziert wird

10. Ziel nach 6 Monaten

Klar messbar:

  • läuft die Werkstatt regelmäßig?
  • sind Unternehmen dabei?
  • entstehen echte Kontakte?

Wenn ja → ausbauen
Wenn nein → stoppen

11. Ein Satz für alle Beteiligten

„Wir bringen Schule und Praxis zusammen – einfach, regelmäßig und ohne Umwege.“

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